A 44 - Abschnitt Walburg

Länge in km: 4,4
Kosten in Mio. EUR: 86,9
Tunnel- und Brückenbauwerke:
- Tunnel Walberg (300 Meter)
- Tunnel Hopfenberg (530 Meter)
- Hopfenbachtalbrücke (280 Meter)
- Wehretalbrücke (530 Meter)

Am 12. Mai 2000 erfolgte in diesem Streckenabschnitt der erste Spatenstich für den Weiterbau der A 44 von Kassel nach Eisenach. Bis zur ersehnten Verkehrsfreigabe am 06. Oktober 2005 mussten die Walburger Bürger noch rund fünf Jahre warten.

Die Bauarbeiten in diesem sowie dem angrenzenden Streckenabschnitt Hess. Lichtenau wurden und werden durch zahlreiche Klagen behindert. So stoppte das Bundesverwaltungsgericht in Berlin aufgrund einer Klage des BUND am 17. Mai 2002 vorerst den Bau des Streckenabschnittes Hess. Lichtenau. Sollte der geplante Trassenverlauf der Klage wider erwartend nicht standhalten, hätte dies auch gravierende Folgen für den Abschnitt Walburg, der dann nicht mehr in den Autobahnverlauf eingebunden werden könnte. Mit einer endgültigen Entscheidung wird nicht vor Ende des Jahres 2007 gerechnet.

Den Streckenabschnitt Walburg wollte der BUND ebenfalls gerichtlich stoppen. Doch nachdem bereits zwei Eilanträge in 2002 abgelehnt wurden, hat der Hessische Verwaltungsgerichtshof auch in der Hauptverhandlung die seinerzeitigen Urteile bestätigt und die Klage am 05. März 2003 endgültig abgewiesen.

Nachstehend finden Sie Bilder von den Bauarbeiten der einzelnen Bauwerke in diesem Streckenabschnitt nebst ergänzenden Informationen.

Auf den folgenden Panoramafotos können Sie sich zunächst einen Überblick über den Streckenabschnitt Walburg verschaffen. Aufgrund der Dateigröße bitte ich Sie um ein wenig Geduld beim Öffnen der Bilder.
- Panoramafoto vom 17. August 2002
- Panoramafoto vom 14. September 2004

  • Brücke Kreisstraße 57:

Es begannen zunächst die Bauarbeiten für eine Brücke über die Kreisstraße 57 zwischen Walburg und Hopfelde. Die Arbeiten für dieses Brückenbauwerk wurden bis Ende 2001 von dem Bauunternehmen beck-bau in Eschwege erfolgreich abgeschlossen, wie Sie auf den folgenden Bildern vom 02. Februar 2002 sehen können.

Brücke Kreisstraße 57 Brücke Kreisstraße 57
Weitere Bilder von der Bauphase finden Sie auf der Seite Brücke Kreisstraße 57.

  • Wehretalbrücke:

Der erste Spatenstich für die Wehretalbrücke erfolgte am 19. Juli 2001. Anfang des Jahres 2003 wurden die Arbeiten für den Überbau erfolgreich abgeschlossen. Die Komplettfertigstellung erfolgte im Herbst 2003. Die folgenden Fotos sind vom 26. Juni 2005:

Wehretalbrücke bei Walburg Wehretalbrücke bei Walburg
Die Wehretalbrücke überquert das Wehretal, die B 7 sowie einen Radweg in rund 13 m Höhe. Um so wenig wie möglich in die Natur einzugreifen, erfolgte die Herstellung der Brücke durch die Baufirma GERDUM u. BREUER -einem alteingesessenen Bauunternehmen aus Kassel- im Taktschiebeverfahren. Informationen über die Geschäftsfelder sowie aktueller Projekte des Bauunternehmens finden Sie auch im Internet unter www.gerdum-u-breuer.de.

Weitere Bilder von der Wehretalbrücke.

  • Hopfenbachtalbrücke:

Die rund 275 m lange 7-Feldbrücke entstand ebenfalls im Taktschiebe-verfahren und überquert das Hopfenbachtal in ca. 25 m Höhe. Am Bau der Hopfenbachtalbrücke waren u. a. die Wayss & Freytag Ingenieurbau AG sowie die Bickhardt Brücken- und Ingenieurbau GmbH beteiligt.

Nach Abschluss der Arbeiten für die Brückenpfeiler sowie den Überbau in der Zeit von Februar 2002 bis März 2003 erfolgte im Herbst 2003 die Komplettfertigstellung des Bauwerks.

Die folgenden Fotos sind vom 25. April 2004 bzw. 16. Mai 2004:

Hopfenbachtalbrücke bei Walburg Hopfenbachtalbrücke bei Walburg
Hopfenbachtalbrücke bei Walburg Hopfenbachtalbrücke bei Walburg

Die beiden Objekte wurden u. a. von den Bauunternehmen Ed. Züblin AG und ALPINE BAU DEUTSCHLAND GmbH als Partner einer ARGE hergestellt. Die Ed. Züblin AG war übrigens auch am Bau des Rennsteigtunnels, dem mit knapp 8 km längsten Autobahntunnel Deutschlands, beteiligt.

Nach Abschluss vorbereitender Erdarbeiten -diese starteten bereits im März 2002- begannen mit dem Tunnelanschlag im Juni 2002 die Hauptarbeiten für den 530 m langen Hopfenbergtunnel. Am 25. November 2002 konnte der Durchstich der ersten Röhre gefeiert werden, der Durchbruch der zweiten Röhre Anfang Dezember 2002. Bis zur Komplettfertigstellung mit anschließender Prüfung der Sicherheitsvorkehrungen unmittelbar vor Freigabe des Streckenabschnitts am 06. Oktober 2005 dauerte es rund drei weitere Jahre. Der Umfang der Schutzvorrichtungen ist u. a. abhängig von der Tunnellänge. Nähere Informationen zum Tunnelbau finden Sie auf der Seite Rund um den Straßenbau.

Die folgenden Bilder sind vom 26. Juni 2005:

Westportal des Hopfenbergtunnels Hopfenbergtunnel
Sicherheitsvorkehrungen im Hopfenbergtunnel Sicherheitsvorkehrungen im Hopfenbergtunnel Sicherheitsvorkehrungen im Hopfenbergtunnel
Weitere Bilder vom Hopfenbergtunnel.

Der Beginn der Erdarbeiten sowie die Fertigstellung des 300 m langen Walbergtunnels sind mit denen des Hopfenbergtunnels identisch. Nach Durchbruch der beiden Tunnelröhren des Hopfenbergtunnels fingen im Februar 2003 mit dem Tunnelanschlag die Hauptarbeiten für den Walbergtunnel an. Ende Mai 2003 bzw. Anfang Juni 2003 konnten die Bauarbeiter auch hier der Durchstich der Tunnelröhren feiern. Das folgende Foto ist vom 26. Juni 2005:

Walbergtunnel bei Walburg

Weitere Bilder vom Walbergtunnel.

  • Anschlussstelle Walburg-Ost:

Nach Abschluss der Erdbewegungen haben im Herbst 2002 zunächst die Kanalarbeiten begonnen. Im Anschluss daran starteten im Dezember 2002 die Asphaltierarbeiten. Die folgenden Bilder sind vom 20. März 2005:

Anschlussstelle Walburg-Ost Anschlussstelle Walburg-Ost Anschlussstelle Walburg-Ost
Weitere Bilder von der Anschlussstelle Walburg-Ost.

Auf der folgenden Grafik sehen Sie die genaue Streckenführung dieses Teilstückes. Er beginnt in der Mitte des Bildes an der Eisenbahnlinie und führt von dort nach rechts über die B7. Es folgen im weiteren Verlauf die Bauwerke Tunnel Walberg, Hopfenbachtalbrücke, Tunnel Hopfenberg und Wehretalbrücke.

Trassenverlauf Hess. Lichtenau - Walburg
Quelle: HNA
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